Rückblick Teil 4 von 8 – Jäger & Sammler

Wir ziehen um – eine Geschichte von Jägern und Sammlern

Jeder der schon mehr wie einmal umgezogen ist, kennt das Chaos. Überflüssige Dinge, die sich die Jahre über angehäuft haben – aus welchen Gründen auch immer – das menschliche Individuum neigt dazu, seinen Ur-Genen des Jägers und Sammlers treu zu bleiben.

Es werden unnötige Dinge angeschafft mit den abenteuerlichsten Begründungen:

Es ist gerade im Angebot

oder

Das könnnten wir schon mal brauchen wenn wir mal…. (hätte hätte Fahrradkette, alles klar!)

oder

Ich weiss dass ich schon 7 Snowboards habe, aber das 8te ist ein ganz besonderes und kostet auch weniger wie 1000 EUR, nämlich nur 949,- EUR

Klar bei so vielen Schnäppchen immer ran damit. Und wenn kein Platz ist: Grössere Wohnung. Noch grösserer Wohnung…. usw. Ganz egal wie gross Haus und Wohnung ist, man schafft es in einer Dekade egal wie viel Platz man hat alles voll zu bekommen.

Gutes ins Töpfchen – Schlechtes… in die Tonne!

Schluss mit diesem Sammelwahn unnötiger Dinge, die teilweise noch die Preisschilder dran haben und unbenutzt im Schrank, Dachboden oder im Keller vergammeln. Man mag es kaum glauben, aber wir haben viele Dinge wirklich noch bei E-bay und Flohmärkten losbekommen, wofür wir unserer lieben Sandra und Nadine aus Aubgsburg immer noch sehr dankbar sind.

Ohne Eltern? Nein!

Für manch einen der Horror schlechthin, für uns nicht nur Notwendigkeit sondern auch Wunsch die Eltern bzw. Schwiegereltern hier mit her zu holen. Beide kratzen an der magischen Zahl 80 und wir können es nicht verantworten beide in Deutschland zu lassen ohne dass wir kurzfristig  zur Stelle sein können. In dem Alter kann einfach alles passieren, also kurzerhand den Eltern gesagt:

In paar Monaten wohnt ihr auch hier!

Die Reaktion war überraschenderweise durchweg positiv, die Geschichte von nicht verpflanzbaren alten Bäumen gehören zu den Ammenmärchen. Mit Handschellen, Mundknebel und verbundenen Augen bekommt jeder seine Eltern im Kofferaum über jede Grenze in Europa 😀

Fazit

Jetzt sind wir schon fast ein Jahr hier und bereuen keine einzige Sekunde unseres Abenteuers. Das Leben mit den Schwiegereltern ist sogesehen „sehr dynamisch“ aber liebevoll. Es treffen Genereationen aufeinander und dazu noch die Mentalität der Menschen aus Südeuropa. Hier ticken die Uhren eben anders. Wie genau kann keiner sagen, auf jeden Fall nicht pünktlich. Auf der anderen Seite sind wir immer froh jemanden da zu haben ,wo es „Essen von Mama“ gibt und „Werkzeug vom Papa“.

Alles ist gut so wie es ist und soll so bleiben!